Christian Pracht, Jahrgang 1977, lebt und arbeitet im Raum Halle/Leipzig. Schon seit seiner Kindheit übt er sich in fast allen Facetten der Fotografie aus. Später wurde dem Bildaufbau und der Komposition mehr Bedeutung beigemessen und schließlich mit der Faszination der Schwarzweiß-Fotografie verbunden. Hierbei kommen ausschließlich klassische Aufnahmetechniken von Kleinbild bis Mittelformat zum Einsatz, belichtete Filme werden selbst entwickelt. Obwohl auch die Vergrößerungen gerne im Fotolabor ausgearbeitet werden, wird grundsätzlich die hybride Arbeitsweise bevorzugt. Nach dem Scannen des Negatives bieten sich mehr Möglichkeiten hinsichtlich der Flexibilität von Materialien, Formaten und weiteren Präsentationsmöglichkeiten als es in der klassischen Dunkelkammer möglich wäre. Neben der Landschaftsfotografie stellen minimalistische und abstrakte Bilder sein bevorzugtes Aufnahmegebiet dar. Besonders interessante Bäume, in Gruppen oder alleinstehend, entschleunigen jede Wanderung oder Reise.

Ab 2001 begann er sich intensiv mit der klassischen Schwarzweiß-Fotografie auseinanderzusetzen. Kenntnisse in der Fotolaborarbeit wurden fortan gefestigt. Im Jahre 2007 fand seine erste Einzelausstellung im Museum Burg Querfurt statt. Es folgten regelmäßige Gruppen- und Einzelausstellungen, darunter in der Stadtbibliothek Leipzig, im Landesverwaltungsamt Halle und im Palmen- und Vogelhaus Bad Dürrenberg sowie im Schlossgartensalon Merseburg. In den Jahren 2008 bis 2016 war er Kursleiter für Angewandte Schwarzweiß-Fotografie an der Volkshochschule Leipzig. Bereits seit 2008 leitet er den Fotoclub Inspiration- Verein für Fotografie e.V. aus Halle (Saale). Dem Merseburger Kunstverein trat er 2015 bei.

 

"Der Schwarzweiß-Fotografie geht in meinen Augen eine ungeheure Faszination voraus. Mit der Reduktion auf Schwarz und Weiß und der Beschränkung auf das Wesentliche rückt die eigentliche Bildaussage in den Vordergrund. Auch die Darstellung abstrakter und minimalistischer Bilder, das Spiel mit der Komposition, dem Bildaufbau hat seinen Reiz. Seitdem ich dies erkannt habe, zieht mich diese Art der Fotografie in seinen Bann. 

 

So liegt es nahe, dass ich mich hauptsächlich der Landschaftsfotografie verschrieben habe. Aus einer praktisch unbegrenzten Auswahl unterschiedlichster Lichtstimmungen kann ich an ein Motiv herantasten und nach Herzenslust gestalten. Dies erscheint mir besonders wichtig. Die "Dinge" sollten eine gewisse Ordnung und Ästhetik besitzen, harmonisch wirken und dennoch so spannend sein, dass sie den Betrachter fesseln. Und vielleicht sogar mehr, als nur ein kurzer Blick.

 

Auch das Zeichnen von Cartoons war von Anfang an meine zweite große Leidenschaft. Es tobte sich allerlei Getier mit Glubschaugen auf Unmengen an Papier. Später habe ich den Versuch gewagt, die Cartoons mit der Fotografie zu verbinden, indem auf eigens gefertigten Handabzügen die Zeichnungen mittels Tusche aufgebracht wurden. Die so entstandenen Cartoonographien sind in jeder HInsicht ein Original."

                                                                                    Christian Pracht, Februar 2018

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